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Oldenburg holt sich den Titel - EWE Baskets gewinnen Top Four und sind erstmals Pokalsieger

Oldenburg. Es darf getrost als Sensation bezeichnet werden, insbesondere nach dem bisherigen, durchwachsenen Saisonverlauf. Die EWE Baskets haben beim Top Four in eigener Halle den Titel gewonnen und sind damit zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte Pokalsieger. In einem spannenden Finale setzten sich die Oldenburger knapp, aber verdient mit 72:70 gegen die Brose Baskets Bamberg durch.
Im Halbfinale waren vor allem zwei Dinge im Oldenburger Spiel auffällig: die schwache Quote aus der Distanz und die fehlende Einsatzbereitschaft in der ersten Spielhälfte. Beides lief im Finale von Beginn an deutlich besser. Die erste neun Punkte fielen alle von jenseits der 6,75-Meter-Linie, das gab Selbstvertrauen. Auch für die Verteidigung: Offensiv taten sich die Bamberger lange schwer. Offensichtlich hatten die Franken ihre Kontrahenten etwas auf die leichte Schulter genommen. „Wir haben keinen Kampf angeboten“, hatte Trainer Mladen Drijencic nach dem Halbfinale bemängelt – nun traten seine Schützlinge deutlich anders auf. Entsprechend konnte Oldenburg das erste Viertel klar mit 24:17 für sich entscheiden.
Schneller als es den Baskets lieb sein konnte, legten die Bamberger ihre Irritationen ab. Nach einem Dreier von Janis Strelnieks zum 22:26 bat Drijencic erstmalig zur Auszeit (14. Minute), nach dem Ausgleich von Trevor Mbakwe zum 26:26 tat er selbiges erneut musste er erneut zu diesem Mittel greifen (15.). Gegen die intensivierte Verteidigung der Franken fiel den Oldenburgern kein rechtes Mittel ein. Das sollte ihnen indes bis zum Ende der ersten Halbzeit wieder gelingen, beim Stand von 34:34 ging es in die Kabinen.

Finale Jubel Mannschaft

Aus dieser kamen die Baskets wieder mit mehr Intensität und Einsatzbereitschaft. Bamberg hingegen tat sich nun schwer, vor allem gegen die gute Verteidigung der Donnervögel. Dennoch blieb das Spiel, bei leichter Führung der Baskets, ausgeglichen. (39:43, 25.). Dann übernahm Brad Wanamaker, Aufbauspieler der Franken, Verantwortung: Fünf Punkte von ihm in Folge und eine Vorlage für Janis Stelnieks sorgten für die 46:43-Führung und eine Oldenburger Auszeit (27.). Das wirkte offenbar motivierend für die gesamte Mannschaft, die nun souveräner auftraten und mit einer leichten 54:51-Führung ins Schlussviertel gingen.
Die letzten Minuten des dritten Spielabschnittes führten zu einem Bruch im Oldenburger Spiel. So recht wollte den Baskets, trotz sichtlichen Bemühens, den Anschluss zu halten, nichts mehr gelingen. Dem wollte Mladen Drijencic entgegenwirken und bat beim Stand von 64:56 zur Auszeit (34.). Das brachte den erwünschte Erfolg. Nach Punkten von Rickey Paulding, Nemanja Aleksandrov und Chris Kramer war das Spiel wieder ausgeglichen (64:64, 37.). Doch damit nicht genug, denn die Baskets wollten nun mehr, nämlich den Titel. 80 Sekunden vor Schluss führten die Hausherren mit fünf Punkten (64:69). Und auch wenn Bambergs Dawan Robinson noch auf 70:71 verkürzen konnte, Sieg und Titel ließen sich die Oldenburger, getragen von der Unterstützung des Publikums, nicht mehr nehmen.
„Wir haben ein Ziel gehabt:den Pokal zu gewinnen. Daran haben wir geglaubt und das hat zum Erfolg geführt“, sagte ein freudestrahlender Mladen Drijencic. Auch Philipp Neumann, der mit seiner Energie einen entscheidenden Anteil am Erfolg gehabt hat, war überaus glücklich. „Jetzt konnten wir dem Menschen, die uns in den vergangenen Wochen immer unterstützt haben, etwas zurückgeben.“ Bambergs Trainer Andrea Trinchieri konnte und wollte seine Unzufriedenheit mit der Leistung seiner Mannschaft hingegen nicht verhehlen. „Wir waren da, wo wir wollten, als wir im Schlussviertel mit acht Punkten geführt hatten. Dann haben wir schlechte Entscheidungen getroffen, zu hektisch gespielt und Oldenburg so zurück ins Spiel gebracht.“

Nach Siegerehrung feierten Mannschaft und Fans den Pokalsieg ausgiebig. Spieler und Trainer zunächst allein in der Kabine, dann gemeinsam mit den Fans im Foyer. Und wer wollte, dem gab „Pokalwächter“ Robin Smeulders das gute Stück auch in die Hand.
Dass kräftig gefeiert wurde, war dem einen oder anderen Baskets-Akteur auch beim offiziellen Empfang der Stadt im Rathaus am Montagmittag anzusehen. Hier und da verdeckte einen Sonnenbrille das Gesicht. Der guten Stimmung tat das indes keinen Abbruch. Trotz des unglücklichen Zeitpunkts hatten sich zahlreiche Fans auf dem Rathausmarkt eingefunden, um ihre Pokalhelden zu feiern. Entsprechend freudig betraten diese den Rathausbalkon, präsentierten sich und den Pokal.

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